Das Gefühl.

Du triffst jemanden und denkst: meine Güte, dieser Mensch ist wunderschön.
Seine Augen, sein Mund, der nur dazu da ist von dir ganz alleine geküsst zu werden. Eine Unterhaltung scheint nicht von Nöten, nur küssen und berühren. Einen Wimpernschlag später liegt dieser schöne Mensch neben dir im Bett und schläft. Du guckst ihn an und da ist es das Gefühl.
Das Gefühl, das leise flüstert: neeeiin….

Aber dennoch, du bist in der kalten großen Stadt alleine und klammerst dich an den schönen Traum.
Du träumst dir einen Menschen herbei, dem diese Hülle gut stehen würde. Und jedesmal, wenn dein Herz ruft hörst du weg.
Dieses bitter süße Gefühl zu wissen, es ist eigentlich nicht das was du willst. Aber du willst es jetzt trotzdem, denn es macht frei irgendwie, weil du es nicht bekommst. Es ist das Gefühl, das dir nicht steht.

verlassen. vermissen. vergessen.

Eines Tages, du suchst nicht, kommt ein anderer Mensch. Nicht dein Beuteschema. Du denkst nicht mal daran, beim ersten Blick.
Doch irgendwas passiert, öffnet sich und du siehst ihn. Er sieht dich. Worte tänzeln. Lachen und dieses warme Gefühl.
Es ist anders als sonst. Es ist das Gefühl, das dir passt.
Doch du hast Angst. Es geht dir an den Kragen. Und du rennst.

verlassen. vermissen.