Kristian Hornsleth – fucking nice art.

 

Das große Mädchen und die kleine Welt.

Es war einmal ein großes hübsches Mädchen. Sie lebte in einem kleinen Dorf, mit kleinen Häusern und kleinen Menschen.
Alles war so winzig, dass sich das Mädchen überall den Kopf stieß, oder den Ellenbogen, oder das Knie.
Als es mal wieder ganz schlimm war mit den vielen blauen Flecken, seufzte das große Mädchen ganz laut und beschloss ihre Familie zu verlassen und sich ein zu Hause zu suchen, in dem mehr Platz war.

Sie setzte sich in den Zug und fuhr ganz lange bis sie in einer Stadt ankam. Das große Mädchen stieg aus dem Zug aus und musste vor lauter Staunen den Mund ganz weit aufreißen. Die Menschen um sie herum, waren viel größer und es gab auch viel mehr von ihnen als in dem kleinen Dorf aus dem sie kam. Und weil die Menschen größer waren, waren auch die Häuser größer.
„Toll“ dachte das Mädchen „hier bleib ich“.
Die Jahre vergingen, und das Mädchen wurde größer und größer bis es eines Tages wieder mit voller Wucht mit dem Kopf an den Türrahmen ihres Hauses stieß. Die Menschen um sie herum waren auf einmal wieder alle kleiner als das große Mädchen.
Traurig packte das Mädchen wieder ihre Koffer, ließ ihr Hab und Gut und ihre Freunde zurück.

Dieses Mal setzte sie sich in ein Flugzeug, damit sie noch viel weiter weg konnte. In der Hoffnung, dieses mal einen Ort zu finden, wo alles groß genug war.
Das große Mädchen stieg in das Flugzeug ein und es war dunkel. Es flog so lange um die Welt, bis es in der nächsten Nacht auf der anderen Seite ankam.
Als sie aus dem Flugzeug stieg riss sie die Augen weit auf. Ein einziger Blick konnte die große Stadt gar nicht einfangen. Alles war riesig. Die Häuser ragten bis in den Himmel. Die Menschen waren so riesig, dass das Mädchen den Kopf in den Nacken legen musste um sie anschauen zu können.
„Hier bleibe ich“, sagte das große Mädchen und war froh.

Eines morgens, in der riesigen Stadt, schlug das Mädchen die Augen auf. Von einem lauten Rumms wurde sie wach. Sie schaute sich um und sah, dass ihre Beine weit über das riesige Bett ragten. Das Mädchen schrie auf vor Schreck, denn auch die Arme lagen links und rechts auf dem Boden, weil das Bett auf einmal viel zu klein geworden ist. Das Mädchen stand auf und ihr Kopf stieß durch das Dach und sie konnte aus dem Haus schauen.
Da fing sie an zu weinen. Nicht weil sie schon wieder gewachsen war, sondern weil auch dieses mal die riesige Stadt zu klein für sie geworden war.

Traurig ging das Mädchen durch die Straßen der riesigen kleinen Stadt.
Plötzlich spürte sie einen heftigen Schmerz an ihrem Fuss. Sie schaute herunter und sah einen Zwerg mit einem langen grünen Zopf. Er hatte einen goldenen Stab in der Hand und schlug ihr damit auf den Fuß.
„Aua“ schrie das Mädchen. „Warum machst du das?“
„Du bist auf meinen Frosch getreten!! Jetzt schau dir das an! Der Forsch ist platt wie eine Flunda!“
„Das tut mir leid“, sagte das Mädchen. „Ich habe ihn gar nicht gesehen.“

Sie bückte sich und sah den Frosch auf dem Boden liegen. Er streckte alle Viere von sich. Der Zwerg tobte vor Wut.
„Du blöde Gans! Das war mein Lieblingsfrosch. Der konnte Schmetterlinge pupsen!“
Das Mädchen lachte. Sowas hatte sie ja noch nie gehört! Schmetterlinge pupsen!
Das große Mädchen kugelte sich auf dem Boden vor Lachen. Als sie wieder aufhören konnte zu lachen, setzte sie sich und schaute sich um.
Sie traute ihren Augen nicht.

Die Straße war mit bunten Steinen gepflastert aus denen hunderte Wegweiser wuchsen, die in alle Himmelsrichtungen zeigten.
Sie sah Zwerge mit grünen Zöpfen auf dicken fetten Fröschen reiten, die dauernd laut rülpsen mussten, so dass die Zwerge hoch in die Luft geschleudert wurden.
Auf dem Bürgersteig liefen zottelige kleine Männchen mit weißen langen Haaren am ganzen Körper. Die Lieder, die sie sangen ließen den Kopf des großen Mädchens lustig hoch und runter wippen.

Die Welt die das große Mädchen sah, kam ihr vor wie ein Traum. Alles war neu, aufregend und gar nicht zu beschreiben.

Sie kroch los, auf den Knien mit wippendem Kopf und großen Augen.

Fuck you very much

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I can not reach a pen for me to draw the line.

Das Gefühl.

Du triffst jemanden und denkst: meine Güte, dieser Mensch ist wunderschön.
Seine Augen, sein Mund, der nur dazu da ist von dir ganz alleine geküsst zu werden. Eine Unterhaltung scheint nicht von Nöten, nur küssen und berühren. Einen Wimpernschlag später liegt dieser schöne Mensch neben dir im Bett und schläft. Du guckst ihn an und da ist es das Gefühl.
Das Gefühl, das leise flüstert: neeeiin….

Aber dennoch, du bist in der kalten großen Stadt alleine und klammerst dich an den schönen Traum.
Du träumst dir einen Menschen herbei, dem diese Hülle gut stehen würde. Und jedesmal, wenn dein Herz ruft hörst du weg.
Dieses bitter süße Gefühl zu wissen, es ist eigentlich nicht das was du willst. Aber du willst es jetzt trotzdem, denn es macht frei irgendwie, weil du es nicht bekommst. Es ist das Gefühl, das dir nicht steht.

verlassen. vermissen. vergessen.

Eines Tages, du suchst nicht, kommt ein anderer Mensch. Nicht dein Beuteschema. Du denkst nicht mal daran, beim ersten Blick.
Doch irgendwas passiert, öffnet sich und du siehst ihn. Er sieht dich. Worte tänzeln. Lachen und dieses warme Gefühl.
Es ist anders als sonst. Es ist das Gefühl, das dir passt.
Doch du hast Angst. Es geht dir an den Kragen. Und du rennst.

verlassen. vermissen.

Asleep

I’m coming clean

Dedicated to all the lost souls in Berlin.

Come clean and enjoy!

Musik: Jess Meider, Peking.