Gekommen um zu bleiben- erstmal.

Gelandet bin ich in Berlin am 29.01.2009 mit einem Koffer und 2 Adressen in der Hand.

Natürlich hatte ich keinen Plan von der Stadt, geschweigedenn eine Idee, wo genau das Büro ist, in dem ich die nächste Zeit arbeiten werde. Von der Wohnung, die ich noch nicht hatte wußte ich die Adresse, aber nicht wo sie sich befindet.

Also ab ins Taxi, Zettel raus, da will ich hin und los. Friedrichshain war die erste Adresse. 2 nette Mädels, WG ziemlich unsauber, nett aber ich hatte ja noch eine Anlaufstelle in Petto. Koffer abgestellt, ab in die Bahn zur 2. WG im Prenzlauer Berg. Erster Eindruck: Altbauwohnung mit Charme, Schriftsteller durchgeknallt und nett, Redakteurin aus New York als 2. Mitbewohnerin, nette Gegend direkt an der Kastanienallee, hatte gehört das soll wohl „cool“ sein da.. passt.

Nach meiner ersten Nacht in meiner neuen Wohnung beschließe ich mal zu schauen wie weit ich`s eigentlich zur Arbeit habe. Ich blumse aus der Haustür, gehe ein Mal über die Straße und rechts und stehe vorm Büro. Super 🙂

Das ist nun fast 5 Monate her.

Berlin ist toll und gefährlich. Ständig trifft man interessante Leute, feiert ohne Sinn und Zeitgefühl, schläft und findet sich selbst sehr oft am Rande seiner eigens aufgestellten Moral und festgelegten Prinzipien wieder. Damit brechen, los lassen, leben, sich selbst treu bleiben, zur Ruhe kommen, reflektieren, nicht untergehen… die süße Ablenkung lauert an jeder Ecke.

Es ist gut, wenn man sich vor dieser Stadt selbst definiert und gefunden hat. Wenn man weiß was man will und nicht ständig mitgezogen wird von der oberflächlichen Versuchung die einen schnell vergessen lässt.
Es ist gut alte und sehr gute Freunde zu haben, einen Anker der dich festhält und nicht in den Schall und Rauch der Stadt aufsteigen lässt.

Berlin macht Spaß. Ich fühle mich wohl. Seit langem das erste Mal. Ein schönes Gefühl 🙂

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