The curse of the olympic mascots

Auf dem Weg zu einem Kundentermin hat mir unsere chinesische Copywriterin eine Geschichte erzählt, die mir echt ein wenig Angst gemacht hat.

China ist seit Beginn des Jahres vom Pech verfolgt. Obwohl allgemein bekannt ist, dass 8 die Glückszahl für die Chinesen darstellt ist das Jahr 2008 eher ein Jahr des Unglücks.

Dem nicht genug kursiert nun der Aberglaube, dass die 5 Maskottchen der Olympischen Spiele die Wirte des Unglücks sind. Aber seht selbst:

Huanhuan (欢欢) ist das Kind des Feuers. Es repräsentiert das Olympische Feuer, das während des Feuerlaufs immer wieder attakiert wurde.

Yingying (迎迎) steht für die tibetische Antilope, die ein Merkmal für das Qinghai-Tibet Plateau ist und als eine der erste Tiere von China unter Artenschutz gestellt wurde.
Einige Chinesen glauben, dass dieses Maskottchen der Grund war für die Unruhen in Tibet und die damit verbunden Proteste gegen China.

Nini (妮妮) steht für den Drachen, der designed wurde wie ein Schwalbe. Ursprung und Stadt der Drachen ist Weifang (潍坊) in Shandong, die Stadt in der bei dem schweren Zugunglück vor einem Monat 71 Menschen getötet und 416 verletzt wurden.

Jingjing (晶晶) ist ein Panda, der für die Sichuan Provinz steht, in der das schwerste Erdeben wütete seit 1976.
Bisher ist von über 30.000 Toten die Rede.

Last but not least ist da noch Beibei (贝贝), der den Chinesischen Störfisch repräsentiert (中华鲟). Beibei steht laut meiner chinesischen Kollegin für ein noch kommendes Flutunglück Nahe dem Yangtze River, der für sein Reichtum an Störfischen bekannt ist.

Denkt man diese Schwarzseherkette weiter erkennt man die 4 Elemente der Erde, die bisher China Unglück gebracht haben: Feuer, Erde, Menschen.. fehlt nur noch das Wasser und wir wären wieder bei der der Unglückszahl 4.

Das ist zu viel des Aberglaubens wie ich finde 😉 aber es ist trotzdem irgendwie unheimlich.

Advertisements

Keine Nachbeben in den Pekinger Köpfen

2 Tage nach dem Erdbeben erkundige ich mich jeden Tag übers Internet wie die Situtation in Sichuan aussieht. Die Berichte im Fernsehen kann ich nicht verstehen. Es ist von immer mehr Verschütteten und Toten die Rede und mir dreht es immer wieder aufs Neue den Magen um, wenn ich die Bilder sehe.

Auch wenn das Katastrophengebiet 1.500 km weit weg ist, fühlt man doch ganz anders mit den Menschen, da das Beben am eigenen Leib spürbar war.
Man selbst hatte stundenlang danach noch weiche Knie und Angst, dass noch ein Nachbeben kommen könnte, das stärker war als das Erste.
Man fühlte sich hilflos, da kein Einheimischer verstanden hatte was man fragte und die Telefonnetze zusammengebrochen waren, so dass auch keine Freunde oder Bekannte erreichbar waren.

Wenn ich nun die Bilder aus Sichuan sehe, weiss ich, dass wir hier nur einen winzigen Bruchteil des Ausmaßens gespührt haben.

Komischerweise verliert von meinen Kollegen hier keiner ein Wort über das Erdbeben. Obwohl es für viele auch das erste Mal war, ist es so als sei alles gaaaanz weit weg- und das nicht nur physisch.

Gestern fragte ich meine Kollegin, ob es in China auch so etwas wie eine Schweigeminute gibt, in der man an die Opfer denkt.
Sie antwortete: „Eine Schweigeminute gibt es nur, wenn ein Regierungsoberhaupt stirbt. Nicht bei Erdbeben.“

Himbeerworld is shaking! Earthquake in China

Passend zu meinem Beitrag Up and Downs in China gibt es jetzt getreu dem Motto: Schlimmer gehts immer auch ein Back and Forth, das gott sei Dank nur 3 Minuten gedauert hat.

In Peking haben wir „nur“ gemerkt wie die Erde sich bewegt hat und mit ihr die Hochhäuser und unsere Wohnungen und Büros.
Alle haben das Gleiche berichtet: Die Häuser haben sich bewegt, allen wurde schwindelig und man dachte nur RAUS HIER!
Auf der Straße angekommen, traf man auf tausende panische Chinesen, die alle wild telefoniert haben und mindestens genauso überrascht waren wie man selbst.

Das war bei mir um die Ecke..(Bild is vom Spiegel)

Wir sind nochmal alle mit dem Schrecken davon gekommen und hoffen, dass es Chongqing nicht zu schlimm getroffen hat.

Irgendwie waren wir heute dann doch Teil des Landes. Auf eine nicht erwartete, sonderbare und beängstigende Art und Weise.

PS: Bis zum 8.8.08, dem Anfang der Olympischen Spiele sind es noch 88 Tage. Das zum Thema Glückszahl 8 in China 😉

I am an Alien in Beijing

Jeder, der schonmal längere Zeit im Ausland war kennt das. Man hat Up and Downs. Am Anfang, gerade in den ersten Wochen ist es am Schlimmsten. Man vermisst seine Freunde und muss sich erstmal an das neue Zuhause gewöhnen. Dann nach einer Zeit lernt man Leute kennen, denen es ähnlich geht, manchmal sind es sogar Einheimische, die man einfach nur mag.

Mit der Zeit lernt man die Sprache des Landes besser und besser und schon nach einem halben Jahr hat man fast das Gefühl, dass man Teil des fremden Landes geworden ist. Ab und an kommen auch wieder ein paar sentimentale Tage, aber das schöne Wetter, das leckere Essen, Strand und Meer oder einfach die Freundlichkeit der neu gewonnenen Wegbegleiter lassen alsbald wieder alle Sorgen vergessen. Oft ist der Trip ins Ausland ein Urlaub, eine Auszeit vom lahmen Deutschland und wenn man zurück kommt, kann man es kaum erwarten wieder zu reisen.

In China ist das anders.

Hier dauert eine Up- bzw. eine Downphase selten länger als 2 Tage und nicht selten weniger als 1 Stunde.
Es ist eine Achterbahn der Gefühle an der Front der Selbstfindung.

Man fühlt sich wie ein Alien, ein taubstummer Esel, der nicht nur mit seinem Inneren konfrontiert wird wie selten zuvor, sondern auch mit einer Welt, die fremder kaum sein könnte.
Man weiss nun wie es ist, angeschaut zu werden, weil 1,80 m und weiße Haut einfach anders sind.

Nachdem man das 10. Mal aus dem Taxi rausgeschmissen wird, weil man sich nicht klar verständigt hat oder der Fahrer nicht dort hinfahren möchte, wo man hin will, freut mich sich wie ein Schneekönig, wenn ein kommunikativer Austausch von 2 Wörtern zustande kommt oder der Taxifahrer einen anlächelt, weil man es geschafft hat „Hallo, links, rechts und Tschüss“ zu sagen.

Ebensolche Erfolge sind Pizzabestellen am Telefon, im Supermarkt das richtige Shampoo finden, warmes Wasser zu haben, an manchen Tagen frische Luft atmen zu können, nette und nicht völlig durchgeknallte Expats kennenzulernen, einen guten Kaffee zu trinken, einen schönen Park zu finden, zur Massage zu gehen…

Und so lernt man die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen, die oft für selbstverständlich gehalten wurden.

Grillen mit der Familie und mit Freunden am Aachener Weiher ist unersetzbar 🙂

Mein zuhause ist dort wo die Menschen sind, die mich auch als taubstummen Esel verstehen.

Lost in heaven – found in Shanghai

Letztes Wochenende habe ich eine Trip nach Shanghai gewagt.

„The most sophisticated city in China“ sagen manche.

Ich sage, Shanghai ist eine Reise in die Zukunft und gleichzeitig hat die Stadt den Charme von einem chinesisches Paris.

Am Bund kann man schöne Touriphotos schießen und sich von chinesischen Touristen schief anschauen lassen.

Und morgens kann man in wunderschönen kleinen Cafes mit gaaaanz viel Grün frühstücken.

Man kann aber auch einfach nur durch die Straßen und Gassen flanieren und sich von den Eindrücken beeindruchen lassen 🙂

Shanghai ist meiner Meinung nach bestens geeignet für einen relaxten Wochenendtrip und für mehr 😉

Auflösung Fake or NOfake (Part 3)

Überraschuuuuung!

Unten die Füße sind echt!!

Es sei denn Nurani behauptet das Gegenteil 🙂