Himbeer-Pudel

Während ich in China bin, passt übrigens Mischa auf meinen Hund auf.

Gut, dass sie auch darauf achtet, dass er immer schön zur Maniküre geht. Sonst wäre ich echt besorgt!

unbenannt-1-kopie.jpg

Quelle: freakingnews.com

Advertisements

„Wil sind eine gutgelaunte Diktatul“

Hier findet ihr einen tollen Artikel zum Konflikt zwischen Tibet und China. Diese Satire trifft doch wohl mal den Nagel auf den Kopf, oder?! 😉

„…Auf die Frage, ob er sich nicht seinem Volk verpflichtet fühle, antwortete der Dalai Lama: „Diese nationalistischen Butterteetrinker sind durch Jahrhunderte religiöser Feudalherrschaft völlig verblödet. Mit denen ist eh kein Staat zu machen. Obendrein ist das Land unheilbar gespalten: Karma-Kagyü gegen Gelugpa – da könnte ich Ihnen Geschichten erzählen – , Tibeter gegen Chinesen, Alkoholiker gegen Minderheiten. Und geographisch habe ich noch nie durchgeblickt: Ist West-Tibet nicht Nord-Indien und Nord-Nepal Süd-Tibet und das ‚Autonome Gebiet Tibet’ nicht eigentlich Teil des britischen Empires?“...“

„… Der türkische Ministerpräsident Erdogan lobte den Dalai Lama in einer kleinen Dampfbad-Rede: „Der weise Mann hat begriffen, dass die Tibeter von Heinrich Harrer erfunden wurden, so wie die Kurden der kruden Phantasie eines Karl May entsprungen sind.“ ..“

„..Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hält seine Entscheidung für Peking als Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2008 jedoch nach wie vor für richtig. Vizepräsident Thomas Bach: „China ist lieb, solange es von niemand geärgert wird und die UNO weiterhin tut, was sie am besten kann: nichts. Für die Winterspiele 2014 haben wir mit Russland übrigens wieder eine vorbildliche, dem olympischen Geist verpflichtete Demokratie als Gastgeber-Land gewählt und für 2016 sind zurzeit die Wachstumsregionen Nordkorea und der Sudan im Gespräch.“ ..“

„..Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao streitet diese Anschuldigungen nicht ab: „Wil sind eine gutgelaunte Diktatul, was glauben Sie denn?“ mailte er heute früh über sein privates WEN-LAN in einer billig produzierten Massenmail unter anderem an den Deutschen Olympischen Sport-Bund (DOSB). „Und nun moseln und nölgeln und stänkeln Sie nicht und kommen Sie bitte nach Peking. Big business mit supel Plofit fül alle! Helzlichst, Ihl Wen.” ..“

Quelle: Die Welt (www.diewelt.de; http://www.welt.de/satire/article1817493/Der_Dalai_Lama_tritt_von_allen_mtern_zurck.html), 19.03.08

Olympia und Tibet

Die Fahrt von Dongzhimen zum Sommerpalast führte mich gestern an dem neuen Olympia Gebäude vorbei. Der Taxifahrer hörte gar nicht mehr auf kreischend und juchzend zu schreien: „Aoyun hui!“.

Ja die Pekinger sind schon mächtig stolz auf ihr Vogelnest. Mit Recht wie ich finde.
unbenannt-1.jpg

dsc09033.jpg
Mehr Bilder und Infos über das olympische Vogelnest findet ihr hier.

Ich bin jedenfalls mal gespannt auf die Spiele und hoffe nicht, dass sie auf Grund der Unruhen in Tibet boykottiert werden.
Ich bin der Meinung, dass die Berichterstattung in den deutschen Medien ziemlich einseitig ist.

Generell finde ich es schade, dass China sehr oft sehr negativ dargestellt wird. Noch schlimmer ist, dass viele Menschen auch einfach nur nachplappern, was sie in den Medien sehen ohne jemals in China gewesen zu sein, geschweigedenn dort gelebt zu haben.

Wissen die Leute, die den Meinungsführern der Medien glauben und vertrauen, wie das chinesische Volk denkt und fühlt? Wie die Lage in Tibet wirklich ist? Waren diese Menschen da und haben sich selbst ihr Bild gemacht?

Ich denke, das ist die Grundvorrausetzung hier ein adäquates Urteil abzugeben. Natürlich ist es falsch auf Demonstranten los zu gehen und Gewalt hinter dem Schutzschild der „Politik“ auszutragen.
Aber genauso falsch ist es die große Keule auszupacken und die Olympiade als Sündenbock büßen zu lassen.

Das ist aber nur meine Meinung.

Der Sommerpalast oder „Der Palast, der Geschichten erzählt“

Gestern beschloss ich frohen Mutes den schönen Tag zu nutzen und mal einen Teil des Beijinger Touriprogrammes anzugehen. Passend zum Sonnenschein wählte ich den Sommerpalast zur Besichtigung aus.

Mit einer Kamera bewaffnet winkte ich mir ein Taxi herbei und sagte: „Ni Hao! Yihe Yuan!“ und auf gings.

Nach 45 Minuten Fahrt (man könnte auch Höllentrip für 5,80 € sagen) war ich endlich da. Nach weiteren 2 € Eintritt betrat ich den Sommerpalast gegen den der Himbeerpalast echt mal einpacken kann 🙂
Das Lustschloss der Herrscher der Jin-Dynastie wurde im 12. Jahrhundert erbaut und 1860 von den Franzosen und Engländern in Schutt und Asche gelegt.
1888 wurden dann Gelder, die eigentlich für eine moderne Kriegsflotte gedacht waren, dafür genutzt, der kaiserlichen Witwe Cixi eine Residenz für den Sommer zu bauen. Und so entstand der heute sanierterte wunderschöne Sommerpalast.
dsc09083.jpg

Der Palast an sich besteht aus mehreren Teilen, die alle äusserst reizende Namen haben:
Der 60 m hohe Berg und gleichzeitig Mittelpunkt der Anlage trägt den Namen „Berg der Langlebigkeit“
dsc09056.jpg

Hinter seinen Hügeln sieht man den Kunming-See auf dem früher die kaiserliche Kriegsflotte für den Krieg übte.

dsc09071.jpg

Und hier sind die eigens für die Kaisersflotte gebauten Garagen. Da reichten auch schon drei, denn das Geld floss ja in den Palast und nicht in den Ausbau der Kriegsflotte 🙂

dsc09110.jpg

Vom „Garten zur Pflege des Altersfrieden“ über den „Garten der Tugend und Harmonie“ , der „Halle der Jadewogen“, das „Meer der Weisheit“ und der Suzhou-Straße

dsc09037.jpg

gefiel mir der lange Wandelgang (der Zugang zur Halle der ziehenden Wolken) am besten. Dort entdeckte ich das größte architektonische Bilderbuch der Welt. Es sollen mehr als 8000 Szenen sein, die hier detailgetreu gemalt wurden. Damit der kaiserlichen Witwe auch nie langweilig wurde, wenn sie mal keine Lust auf das palasteigene Theater oder die Oper hatte.

dsc09060.jpg

Auch so ein Irrtum?! Igel sind in Wirklichkeit Vegetarier!!!

dsc09081.jpg

An einem Tempelfenster machte ich folgende Entdeckung

dsc09086.jpg

Bevor Hitler das Hakenkreuz entfremdete, bedeutete es an dieser Stelle noch „Quelle des Lebens und der Fruchtbarkeit“.
Und an dieser wohl auch.

dsc09093.jpg

Und zum Schluss noch ein mumifizierter 300 Jahre alter Baum.

dsc09111.jpg

Himbeermoral der Geschicht: Willst du in einem Palästchen wohnen, musst du des Kaisers Neffen thronen.*

* Cixi, die eigentlich als Konkubine auf dem kaiserlichen Hof arbeitete, ließ es sich nicht nehmen, den Kaiser zu verführen und einen Sohn von ihm zu gebären. Der starb jedoch und Cixi machte kurzerhand ihren Neffen zum Thronfolger. Sie zog sich aus dem politischen Tagesgeschäft zurück und residierte fortan im Sommerpalast.

Frühlingsgefühle

Bevor ich jetzt in Bettchen gehe, sende ich euch noch virtuelle Frühlungsgefühle aus Beijing!

Ich war heute im Sommerpalast (dazu morgen mehr) und habe das erste Mal chinesischen Frühling riechen und sehen können.

dsc09051.jpg

Der Himbeerbaum 🙂

dsc09109.jpg

Weiße Magnolien die in Shanghai schon richtig aufgeblüht sind.

dsc09108.jpg

dsc09046.jpg

Und zum Schluss noch mein Lieblingsmotiv. Haben die nicht die Zufriedenheit pur im Gesicht?

dsc09043.jpg

In diesem Sinne, gute Nacht und bis morgen 🙂

Immer diese Vorurteile

Da soll mal einer sagen die Chinesen sind böse zu Hunden! Tz tz..

In Peking bauen sie dem besten Freund des Menschen sogar Toiletten! Und die sehen auch noch viel schöner aus als die der Menschen 🙂

hundeklo.jpg

Auf dem Schild steht:“ Excrement place for pet dog“ 🙂

hundeklo2.jpg

Der Himbeerpalast

Heute möchte ich euch kurz mein neues Zuhause vorstellen.

Ich wohne mit meinem Sojahund im 9.Stock des 10. Towers im wunderschönen Moma Wohnkomplex in Dongzhimen. Wie in ganz Peking üblich wird auch hier täglich neu gebaut und gewerkelt.
Auch heute (Sonntag morgen 11 Uhr) wurden wir durch die wohlklingenden Geräusche einer ständig wachsenden Stadt geweckt.

Hier eine kleine Hörprobe bei geschlossenen Fenstern und Türen!

Mein Lieblingsfenster unserer Wohnung eröffnet mir diesen Blick:

dsc09017.jpg

Und aus dem schau ich fast nie raus:

dsc09015.jpg

Da unten in den Baracken leben übrigens ca. 50 der 200 Millionen Wanderarbeiter in Peking die alle für ca. 100 €uro im Monat Tag und Nacht in dem Loch unter der Brücke sitzen und buddeln.
Ich wette in 2 Monaten ist da eine neue U-Bahn Station entstanden!