Olympia und Tibet

Die Fahrt von Dongzhimen zum Sommerpalast führte mich gestern an dem neuen Olympia Gebäude vorbei. Der Taxifahrer hörte gar nicht mehr auf kreischend und juchzend zu schreien: „Aoyun hui!“.

Ja die Pekinger sind schon mächtig stolz auf ihr Vogelnest. Mit Recht wie ich finde.
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Mehr Bilder und Infos über das olympische Vogelnest findet ihr hier.

Ich bin jedenfalls mal gespannt auf die Spiele und hoffe nicht, dass sie auf Grund der Unruhen in Tibet boykottiert werden.
Ich bin der Meinung, dass die Berichterstattung in den deutschen Medien ziemlich einseitig ist.

Generell finde ich es schade, dass China sehr oft sehr negativ dargestellt wird. Noch schlimmer ist, dass viele Menschen auch einfach nur nachplappern, was sie in den Medien sehen ohne jemals in China gewesen zu sein, geschweigedenn dort gelebt zu haben.

Wissen die Leute, die den Meinungsführern der Medien glauben und vertrauen, wie das chinesische Volk denkt und fühlt? Wie die Lage in Tibet wirklich ist? Waren diese Menschen da und haben sich selbst ihr Bild gemacht?

Ich denke, das ist die Grundvorrausetzung hier ein adäquates Urteil abzugeben. Natürlich ist es falsch auf Demonstranten los zu gehen und Gewalt hinter dem Schutzschild der „Politik“ auszutragen.
Aber genauso falsch ist es die große Keule auszupacken und die Olympiade als Sündenbock büßen zu lassen.

Das ist aber nur meine Meinung.

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4 Kommentare

  1. Naja, also wenn eine Seite einseitig beleuchtet, dann ist es wohl eher die chinesische, oder? Warum sollten Sie ausländische Reporter/ Berichterstattung boykottieren, warum sollten Sie Lhasa von der Aussenwelt abschotten, warum verweigern Sie Ihrem Volk den Zugang zur globalen Presse?
    – Das tut ein totalitäres System dann, wenn es sein Volk dumm halten will und zu verwischen versucht, dass das Tibetische Volk seit 50 Jahren systematisch unterdrückt und seine kulturellen Werte ausgelöscht und durch kommunistisches Gedankengut ersetzt werden sollen.

    Das chinesische Volk kann nichts für sein Unwissen, das legitimiert aber keinesfalls die moralische Verwerfung, deren Zeuge seit einem halben Jahrhundert die ganze Welt ist – tatenlos. Den Dalai Lhama als Hetzer und Osama Bin Laden zu deformieren, entbehrt jeder Grundlage und muss jeden Beobachter in seinen moralischen Grundfesten erschüttern.

    Ich bin für die olympischen Spiele in Peking, als Zeichen der Kommunikation, aber genauso endlich für Taten und damit für ein deutliches Ausrufezeichen hinter die zwei Worte, die mittlerweile zu einem banalen T-Shirt Claim verkommen waren: FREE TIBET!!!

  2. Ach ja,
    trotzdem danke für den tollen Blog! Weiter so!
    🙂

  3. 🙂 Danke!
    Und danke auch für deine Meinung.

    Eine Sache möcht ich noch loswerden. Mit der einseitigen Berichterstattung meine ich nicht nur die Berichterstattung über Tibet, sondern vorallem allgemein über China.

    Und was Tibet angeht. Kannst du mir genau erklären, wer nun das Recht auf Tibet hat? (Ohne in Wikipedia nachzulesen 😉
    Menschen und deren Kultur zu unterdrücken ist falsch aber genauso falsch ist es auch ein ganzes Volk statt nur seine Machthaber zu verurteilen.

  4. […] Die Informationen muss man sich auf westlichen Seiten holen, meist über Umwege. Aber wie mein Himbeertoni schon bemerkt hat (der Chinablog auch), fällt schon auf dass die westliche Berichterstattung auch sehr einseitig […]


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