The Hint- oder die Top No-Goes in Phase 1 des Kennenlernens

11. Oktober 2009 - 3 Responses

Teil 1: Top 20 „don`t says“ beim 1. Date:

1.)  „Sollen wir nicht lieber gleich zu mir gehen? Da ist es gemütlicher.“

2.)  „Hier! Ich hoffe du magst rote Rosen.“

3.)  „Ich weiss gar nicht wo wir hingehen sollen. Sag du was.“

4.) „mmmhh.. du riechst wie meine Mutter.“

5.)  „Nimmst du eigentlich Drogen?“

6.) „Erzähl doch mal was“

7.) „Meinst du nicht, du solltest mal aufhören zu rauchen?“

8.) „Liest du viele Bücher?..wollte nur mal dein Bildungniveau checken“

9.) „Also feiern geh ich gar nicht mehr. Ich bin auf der Suche nach was Solidem.“

10.) „Ich glaube du läufst vor irgendwas weg.“

11.) „Magst du eigentlich Kinder?“

12.) „Was hat dich denn am meisten an deinem Ex gestört?“

13.) „Meinst du nicht, du hast schon genug getrunken?“

14.) „Du sag mal.. kann ich dich mal was fragen? Letztens hatte ich nen one-night-stand und …. findest du nicht auch die Tussi hat da überreagiert?“

15.) „Hab ich überhaupt ne Chance bei einer so tollen Frau wie dir?

16.) „Ich hab dich mal gegoogelt..“

17.) „Getrennte Rechnungen oder kommst du noch mit zu mir?“

18.)  Beim Abschied: „Bist du bei Facebook?“

19.) Falls du doch bei ihm zu Hause landest: „Nein, das ist keine Nasendusche. Das ist ein Klistier.“

20.) „Wann rufst du mich an?“

normal wäre mal erfrischend anders.

9. Oktober 2009 - 2 Responses

es ist herbst und ich setze öfter die brille ab.

da bin ich. schwebend in meiner eigenen kleinen seifenblase über, mitten und in berlin.

ich bekomme nicht wirklich den boden unter meinen füßen zu spüren. manchmal versuche ich anker zu werfen. ich hole weit aus, schleudere das ding durch die luft, es kracht mit voller wucht in den boden aber bleibt einfach nicht haften.

was erwarte ich eigentlich von meinem leben? ich kann es nicht sagen. hätte man mir diese frage noch vor einem jahr gestellt hätte ich gesagt: ich möchte stabilität. ich möchte meine freunde und meine familie in der nähe. ich möchte wieder meine sprache sprechen, und meinen job normal ausüben können.

all das habe ich jetzt. und doch bin ich immernoch auf der suche.
alle sagen immer, dass das glück nur in einem selbst zu finden sei. was ist damit gemeint?
setzt die suche nach glück nicht erstmal voraus, zu wissen was glück für einen bedeutet? ist das vielleicht damit gemeint?

oft habe ich gedacht, dass für mich glücklichsein bedeutet, schöne momente mit einer person zu haben, die ich liebe und mit der ich mich gerne umgebe. das ist zumindest schonmal die richtige richtung. für mich ist „happiness only true when shared“. leider.

ich finde menschen sind komisch.
jeden tag mit den gleichen zusammen. jeden tag sitze ich auf engstem raum mit vier personen. acht bis zehn stunden. das macht bis zu fünfzig stunden in der woche und über 100 stunden im monat. wir verstehen uns gut aber eigentlich kenne ich diese leute gar nicht.
wenn ich reise, treffe ich manchmal wild fremde menschen, unterhalte mich einen abend lang über ihr leben und weiß mehr als über die frau die mir nun seid 8 monaten 8 stunden täglich gegenüber sitzt.
anders geschlechtliche treffen laufen ähnlich obskur ab. hier kann innerhalb weniger stunden eine vertrautheit simuliert werden, die weit über freundschaftliche verhältnisse hinaus geht. denn mit freunden schläft man nicht.
kaum einen halben tag später entsteht eine fremde, die herz und seele erkalten lässt.

worauf kann sich der mensch im bezug auf andere menschen noch verlassen? was ist noch normal in einer großen stadt? wo sind die normen, die regeln?
wie soll ein anker halten, wenn alles in unvorhersehbare richtungen verschwimmt?
und wie soll jemand noch wissen, was ihn eigentlich wirklich glücklich macht, wenn er sich schon lange von dem alten, von der gesellschaft vorgelebten glücksprinzip verabschiedet hat? da das alte nicht mehr zählt. den alt ist normal.

und normal ist heute anders.

Gekommen um zu bleiben- erstmal.

28. Mai 2009 - Leave a Response

Gelandet bin ich in Berlin am 29.01.2009 mit einem Koffer und 2 Adressen in der Hand.

Natürlich hatte ich keinen Plan von der Stadt, geschweigedenn eine Idee, wo genau das Büro ist, in dem ich die nächste Zeit arbeiten werde. Von der Wohnung, die ich noch nicht hatte wußte ich die Adresse, aber nicht wo sie sich befindet.

Also ab ins Taxi, Zettel raus, da will ich hin und los. Friedrichshain war die erste Adresse. 2 nette Mädels, WG ziemlich unsauber, nett aber ich hatte ja noch eine Anlaufstelle in Petto. Koffer abgestellt, ab in die Bahn zur 2. WG im Prenzlauer Berg. Erster Eindruck: Altbauwohnung mit Charme, Schriftsteller durchgeknallt und nett, Redakteurin aus New York als 2. Mitbewohnerin, nette Gegend direkt an der Kastanienallee, hatte gehört das soll wohl „cool“ sein da.. passt.

Nach meiner ersten Nacht in meiner neuen Wohnung beschließe ich mal zu schauen wie weit ich`s eigentlich zur Arbeit habe. Ich blumse aus der Haustür, gehe ein Mal über die Straße und rechts und stehe vorm Büro. Super :)

Das ist nun fast 5 Monate her.

Berlin ist toll und gefährlich. Ständig trifft man interessante Leute, feiert ohne Sinn und Zeitgefühl, schläft und findet sich selbst sehr oft am Rande seiner eigens aufgestellten Moral und festgelegten Prinzipien wieder. Damit brechen, los lassen, leben, sich selbst treu bleiben, zur Ruhe kommen, reflektieren, nicht untergehen… die süße Ablenkung lauert an jeder Ecke.

Es ist gut, wenn man sich vor dieser Stadt selbst definiert und gefunden hat. Wenn man weiß was man will und nicht ständig mitgezogen wird von der oberflächlichen Versuchung die einen schnell vergessen lässt.
Es ist gut alte und sehr gute Freunde zu haben, einen Anker der dich festhält und nicht in den Schall und Rauch der Stadt aufsteigen lässt.

Berlin macht Spaß. Ich fühle mich wohl. Seit langem das erste Mal. Ein schönes Gefühl :)

Homeless zu Hause

8. Dezember 2008 - Leave a Response

Da bin ich wieder! Gestrandet in Deutschland seit eineinhalb Wochen.

Aller Anfang ist wohl schwer. Ob im Ausland oder auch in Deutschland, wenn man gerade aus dem Ausland kommt. Es ist ein komisches Gefühl wieder „zu Hause“ zu sein. Alles ist so bekannt und doch hab ich das Gefühl immernoch mit einer Geschwindigkeit zu fahren, die alles um mich herum irgendwie nur blitzartig erscheinen und wieder verschwinden lässt.
Es ist ein bisschen so wie in einem Traum, den man denkt schonmal in der Realität erlebt zu haben.

Vom rasenden gasförmigen Leben in Peking ins stille eingefahrene Deutschland, das einen aufatmen lässt und gleichzeitig irgendwie erstickt.

Seit ungefähr einem Monat führe ich das Leben einer Nomadin. Ich habe seit meinem Auszug aus der Pekinger Wohung in ca. 6 Betten/ Wohungen bei Freunden übernachtet. An dieser Stelle tausend Dank an Kuo-Hi und Roobin in Peking, ganz besonderen Dank an Henne und Julia für letzte Woche, natürlich danke ich auch meinen Eltern und diversen Männern haha (kleiner Scherz ;)

Und jetzt beginnt die Jagd.
Die Jagd auf einen tollen Job in einer tollen Stadt. Die Jagd auf eine schöne Wohnung und einem schönen Mann zum hineinstellen. Die Jagd auf Geld, Erfolg und Anerkennung… äääähh… ich meine Selbstverwirklung und dem daraus resultierenden Glück. Oder war es die Suche nach sich Selbst?

Egal.
Es bleibt spannend in der Himbeerworld ;)

Ich werde berichten! :)

Momentaufnahme

12. September 2008 - Leave a Response

Lang lang ists her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe. Viel ist passiert in der Zwischenzeit- üblich für China, denn hier ist eine Woche ein Hundejahr ;)

Ich will nicht viel aus der Vergangenheit erzählen. Olympia.. wen interessiert das schon ;) (war suuper!). Dafür eine Momentaufnahme von meinem heutigen Tag:

Ich sitze im Taxi, die Sonne scheint. Ich schaue herum. Der Pekinger Trubel, die hupenden Autos um mich herum, die vielen Menschen, blauer Himmel, die Hochhäuser glitzern in der Sonne. Ich sehe neben mir Fahrradfahrer, die Anhänger mit Eiern hinter sich her ziehen. Menschen die zur Arbeit gehen.

Mein Herz geht auf und ich bin froh hier zu sein.

Die Arbeit in der Agentur geht leichter von der Hand. Vieles ist schon nach 6 Monaten vertraut. Es kommt eine Mail von einem chinesischen Kollegen. Subject: „Mession Start Notice“. „

Dear All:
I will start my honeymoon (baby making mission) holiday with „N***“ from now till Oct 6th, back in office on the 7th.
We will go to Taiwan during this period, my phone will be in service, if anything urgent, please phone me.
Wish me good luck.

„Baby making mission“ Ich komme aus dem Lachen nicht mehr raus.

Langsam bereite ich meine Projektübergabe vor, denn morgen gehts für 3 Wochen nach Thailand.
Der Tag ist schnell vorbei und ich verabschiede mich von allen. Von ein paar Kollegen gibts ne Umarmung von anderen Chinesen der Zuruf „Viel Spass, we will miss you.“

Wieder geht mein Herz auf.

Ich fahre noch schnell zu Jenny Lou´s und freue mich über die deutschen Artikel, die es zu kaufen gibt und darüber, dass ich gleich Nudeln mit Tomatensoße essen kann. Abwechslung ist gut.

In meiner Wohung angekommen, bin ich froh „zuhause“ zu sein.

Es ist Wahnsinn. Hätte man mir noch vor 2 Monaten erzählt, ich würde mich in Peking zu Hause fühlen.. ich hätte gesagt: du spinnst! Fremder als hier kann man kaum irgendwo sein!

Morgen gehts nach Thailand. JUHUUUUU. Und irgendwie glaub ich, dass ich gern wieder nach Peking zurück komme…